Clay


2014, 4:55 min. Loop, Bildschirm 32 Zoll, hochkant
Ausstellungsansicht


Clay

Im Zeitraffer verschwinden ein Paar Füsse unter einem Berg Ton. In der Videoarbeit Clay ist der Bezug zum Element Wasser unverkennbar: Schnell und in kleinen Wellen breitet sich die Tonflut aus, mühelos entfaltet sich die Masse, bis sie schliesslich auf dem Boden verläuft. Die Füsse werden eingepackt, umschlossen von einer Hülle, die zum Schluss als stabile Verbindung den Körper mit dem Grund vereint. Das bildhauerische Element des Verpackens und Verhüllens wird hier in bewegten Bildern erfahrbar: Die Materialität des Tons und dessen Formung wird an einem Körper erprobt. Diese Berührung, die enge Verbindung von Körper und Arbeitsmaterial, ist eine wichtige Komponente im Schaffen der Bildhauerin Tina Z’Rotz.

Text: Nadine Wietlisbach, Kuratorin